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Ablauf
und Zeitplan
Die drei Phasen der Skulptur:
1. Werbende Vorlaufphase: ca. 2 Monate
In der Vorlaufphase wird über alle Kooperationspartner
und Medien der jeweiligen Stadt die Idee/das Bild der sozialen Skulptur Service - vis-à-vis
erklärt und um die Teilnahme der Bevölkerung geworben. Über
diesen Zeitraum werden gesellschaftliche Gruppierungen,
Vereine und Institutionen mit teilweise konträren
Standpunkten gezielt angesprochen und um deren Teilnahme
geworben. Es können sich daraufhin interessierte Menschen
und/oder Institutionen melden, die mitmachen
wollen. Sie können sich unter der extra eingerichteten
Service - vis-à-vis – Telefonnummer anmelden,
postalisch oder
per E-mail.
2. Öffentliche Tauschphase: ca. 14 Tage
Jeder Bürger der jeweiligen Stadt kann
mitmachen und sich anmelden. Er muss lediglich neugierig auf
andere Menschen sein und ein Set seines Essgeschirrs zum vorübergehenden
Tausch zur Verfügung stellen. Das kann ein Frühstücksgedeck,
ein türkisches Teeglas, ein Pizzateller, ein Kaffeegedeck,
ein Weinglas, eine Pommesschale, etc. sein. Das Essgeschirr
wird öffentlich durch den speziellen Service - vis-à-vis
– Transportservice mit einem Essgeschirr eines Menschen oder
einer Institution, die sich gemeldet haben, getauscht. Dieses
getauschte Essgeschirr geht zum nächsten Teilnehmer und wird
dort getauscht, dieses getauschte Essgeschirr ...usw. Jeder
bekommt ein Essgeschirr eines anderen Menschen und dessen
Adresse. Das letzte getauschte Essgeschirr wird an dem Platz
des ersten Essgeschirrs stehen.
In dieser Phase entsteht das skulpturale Bild, der Weg wird
zum unsichtbaren Geflecht zwischen den unterschiedlichen
gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten.
3. Private Kommunikationsphase: ca. 1 Monat
Jeder Besitzer eines „neuen“ Essgeschirrs lädt in dem
Zeitraum von einem Monat den eigentlichen Besitzer
anhand der Adresse schriftlich oder mündlich zu einem zum
Essgeschirr passenden Essen/Trinken ein, z. B. beim Frühstücksgedeck
zum Frühstücken, bei einem Pizzateller zum Pizzaessen. Falls
der Teilnehmer eine andere kulinarische Assoziation zu dem
Essgeschirr hat, sollte er diese realisieren. Der Eingeladene
bringt zu dem Termin der Einladung ein Gastgeschenk mit, geht
doch mit einer Einladung die Gastfreundschaft einher! Nach dem
Treffen nimmt er dann sein Essgeschirr wieder mit. So wird
jeder eingeladen und lädt auch ein. Der erste Schritt ist
getan – was dabei entsteht, liegt in der Kommunikation und
Begegnung an sich – es ist der erste Schritt, der immer ein
Experiment ist. Aber ein neues Netz der Kommunikation entsteht
immer.
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